Akupunktur – auch bei Tieren

Die Akupunktur hat sich in unserer Gesellschaft ihren festen Platz erobert. Was aber viele nicht wissen ist, dass sie auch bei Tieren sehr erfolgreich angewendet wird. Mein neuer Artikel befasst sich mit diesem Thema.

Die Akupunktur hat in der Welt der Alternativ-Medizin längst ihren Platz erobert und ist weit verbreitet. So lassen sich viele Menschen regelmässig mit den feinen Nadeln ihre Energiebahnen stimulieren und harmonisieren. Damit können bei sehr unterschiedlichen Beschwerden beachtliche Erfolge erzielt werden.

Noch weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass sich die Akupunktur auch bei Tieren genauso vielfältig einsetzen lässt. Das ist keine neue Idee. In China wurden Pferde schon vor Jahrhunderten mit Akupunktur behandelt, um sie für den Krieg fit zu halten. In der heutigen Tier-Akupunktur werden ganz unterschiedliche Konzepte angewandt. Am häufigsten werden Beschwerden im Bewegungsapparat behandelt. Aber die Möglichkeiten der klassischen Akupunktur bieten auch bei Tieren viel mehr als das.

Ganz besonders wertvoll kann sie als Unterstützung in Heilungsprozessen nach Operationen, Verletzungen oder schweren Erkrankungen sein. Der Heilungsverlauf kann damit deutlich beschleunigt werden, auch bei chronischen Beschwerden wie Nierenleiden, Epilepsie, Infektionen, Verdauungsproblemen oder Traumata und Angstzustände. Natürlich kann die Akupunktur kein geschädigtes Organ heilen, aber sie ist ein schonendes und sehr effektives Mittel, um das Fortschreiten einer Erkrankung zu bremsen und die Selbstheilungskräfte des Organismus zu stärken.

Die Nadeln eignen sich nicht für jedes Tier. Eine quirlige oder ängstliche Katze lässt sich wohl kaum davon überzeugen, dreissig Minuten still zu sitzen und abzuwarten, bis die Nadeln ihr Werk getan haben. Ein ängstlicher Hund hätte damit wohl viel Stress, was die Wirkung natürlich negativ beeinflussen würde. Auch Pferde sind nicht alle so begeistert von den piksenden Nadeln, gerade in der Mückensaison, wo sie eh schon geplagt sind. Glücklicherweise gibt es für diese Fälle – übrigens auch für Nadelphobiker bei den Menschen – verschiedene Alternativen. Hier kommen dann der Laser, ein Farblichtstift, Akupressur oder eine Klang-Akupunktur zum Einsatz. Die Auswahl der Akupunktur-Form erfolgt jeweils situativ. Auch die Behandlungsdauer und -häufigkeit werden vom Tier und der individuellen Thematik und Reaktion bestimmt. Tiere sind in den allermeisten Fällen sehr offen und reagieren schnell und stark auf die Akupunktur. Nach einer anfänglichen Skepsis entspannen sie sich während einer Behandlung, meist sogar deutlich sichtbar.

Ein Beispiel ist ein Labrador-Rüde, der seit etwa einem Jahr mein Patient ist. Aufgrund seiner Hüftprobleme ist er regelmässig zur erhaltenden Akupunktur-Behandlung bei mir. Anfangs war er sehr skeptisch und ängstlich bei der Behandlung. Nadeln konnte er gar nicht haben, er wollte gleich flüchten. Inzwischen kommt er zu mir und legt sich schon direkt hin, während ich mich mit seiner Besitzerin austausche. Wenn es zu lange dauert, schaut er mich vorwurfsvoll an und will wissen, wann ich denn jetzt endlich anfangen würde! Und ja, selbst eine Behandlung mit Nadeln lässt er nun ganz entspannt über sich ergehen, wenn es nötig ist.

Unsere vierbeinigen Freunde können von einer Akupunktur und dem alten Wissen der traditionell chinesischen Medizin ebenso profitieren wie wir Menschen. Sowohl akute Leiden wie auch chronische Erkrankungen lassen sich mit dieser sanften und natürlichen Methode oft erfolgreich behandeln. Sie ist eine spannende Ergänzung zu den Möglichkeiten der klassischen Tiermedizin.


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